Schlagwort-Archiv: Personalentwicklung

Vortrag AKEP Jahrestagung 2011: Durchstarten oder Crashkurs – auf dem Weg zum medial diversifizierten Verlag

Crashkurs hat einerseits die Wortbedeutung Intensiv- oder Schnell-Kurs, andererseits steht es auch für Kollisionskurs. Sich schnell und flexibel im Unternehmen auf Veränderungen einstellen zu können, setzt Change-Routine voraus. Nur die wenigsten print-fokussierten Medienhäuser haben – im Gegensatz zu den meisten Technologie-Unternehmen – eine Kultur des Wandels etabliert. In solchen von langjährigen Traditionen geprägten Umgebungen sind Veränderungen nicht ohne innere und äußere Konflikte denkbar. Veränderungen erzeugen Unbehagen, Unsicherheiten, Reibungen, Trauer. Das ist unbequem und kann sich sogar zu existenziellen Risiken hochschaukeln. Aber Veränderungen können auch einen Spirit des Aufbruchs und neuer Motivation erzeugen. Und um die Bewältigung dieser Gratwanderung soll es im Folgenden gehen. Weiterlesen

Traurige Wahrheiten über das böse K-Wort

KONTROLLE ist die offene Wunde traditioneller Medienmacher: Wie pockenartige Eiterbeulen befällt Kontrollverlust Inhalte, Rechte, Erlösmodelle, Kommunikation, Zielgruppen, Vertrieb, Preisgestaltung etc. Man hat sich fast an das bereits Jahrzehnte währende Hintergrundrauschen der immer gleichen Argumente gewöhnt, diverse Dissertationen und brave Diplomarbeiten haben diesen Komplex ebenfalls gründlich aufgearbeitet, während die einschlägig bekannten Akteure auf diversen Medienkonferenzen regelmäßig den Ritus der Anrufung von Staat, Recht und Moral zelebrieren. Fazit: Es hilft nicht. Die digitale Welt dreht sich ungerührt weiter. Weiterlesen

Aufwärmen statt warm anziehen – Online-Medien-Kompetenz im Verlag organisch entwickeln

Viele Marketing- und Kommunikationsabteilungen und sogar Redaktionen haben sich aus verschiedenen Gründen sehr zurückgehalten bei der Entwicklung spezifischen Know-hows über das Publizieren in digitalen Medien.

Mit Teams, denen Grundlagenwissen, Selbstvertrauen und Erfahrung fehlt, neue digitale Produkte zu entwickeln, die möglicherweise noch einen höheren Komplexitätsgrad als traditionelle Produkte aufweisen, sind neue Projekte häufig für alle Seiten frustrierend – für das Team selbst, für das Management und für die Dienstleister.

Die Folge einer solch schwierigen Ausgangssituation sind dann zu lange Entwicklungszeiten, zu viele Nachbesserungswünsche, Diskussionen um Lösungen und Kosten, Schuldzuweisungen an die Technik und leider schließlich auch  erfolglose Einzelprodukte, die zudem in der Entwicklung mehr Ressourcen benötigt haben, als ursprünglich geplant war. Weiterlesen

Fallbeispiel: Aufwärmstrategie „Bloggen statt Portal“

Die Redaktionsteams eines Fachzeitschriftenverlages steckten fest. Seit Stunden saßen sie mal wieder in einem Meeting und diskutierten die Entwicklung eines neuen, großen Informationsportals. Wie immer ging es um Zuständigkeiten und die Frage, wie das wohl technisch zu lösen sei. Weiterlesen